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Welche KI-Anbieter erfüllen die AI-Act-Pflichten nachweislich?

Kurz: „Die AI-Act-Pflichten erfüllen“ lässt sich von außen nicht feststellen — welche Pflichten überhaupt greifen, hängt von der Rolle (Anbieter, Betreiber, Importeur) und der Risikoklasse des konkreten Systems ab. Nachweisbar ist nur, was ein Anbieter öffentlich dokumentiert. Von 21 Anbietern haben 6 mindestens einen AI-Act-bezogenen Nachweis mit verlinkter Primärquelle: Aleph Alpha (DE), Black Forest Labs (DE), GreenPT (NL), IONOS (AI Model Hub) (DE), Mistral AI (La Plateforme) (FR), OVHcloud (AI Endpoints) (FR). Bei 15 Anbietern haben wir keinen einzigen belegten AI-Act-Nachweis gefunden. Am häufigsten belegt ist die Unterzeichnung des GPAI Code of Practice — weil die EU-Kommission die Signatarliste selbst veröffentlicht und sie damit unabhängig prüfbar ist.

AnbieterBelegte AI-Act-NachweiseQuelle
Aleph AlphaGPAI Code of Practice unterzeichnet
Code of Practice on Transparency of AI-generated Content unterzeichnet
Quelle
Quelle
Black Forest LabsGPAI-Pflichten als Modellanbieter (Art. 53 ff.)Quelle
GreenPTTransparenz über eingesetzte Modelle (Model Cards)Quelle
IONOS (AI Model Hub)EU-AI-Act-Rollen- und Transparenzdokumentation (Distributor/Provider)Quelle
Mistral AI (La Plateforme)GPAI Code of Practice unterzeichnetQuelle
OVHcloud (AI Endpoints)AI-Act-Informationsmaterial veröffentlichtQuelle

Ohne belegten AI-Act-Nachweis (15)

DeepL, EUrouter, Exoscale, Gcore, Hetzner, Infomaniak, Lyceum Technology, Nebius (Token Factory), Nordference, Opper AI, Regolo.ai, Requesty, Scaleway, STACKIT, T-Systems / Open Telekom Cloud (AI Foundation Services)

Seit dem 2. August 2026 werden die Pflichten des EU AI Act mit Bußgeldern durchgesetzt. Was die einzelnen Pflichten bedeuten, steht im Ratgeber zu den AI-Act-Pflichten. Keine Rechtsberatung.